In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts ist es gelungen, die Anästhesie (Narkose und örtliche Betäubung) zu einer weitgehend sicheren Methode für alle Patienten weiter zu entwickeln. Neue nebenwirkungsarme Medikamente und moderne Überwachungsmethoden haben das möglich gemacht.
Wir sind daher heute in der Lage, neben der Sicherheit, die Befindlichkeit des Patienten in den Vordergrund zu stellen.
Komfort und Wohlbefinden sind bei den meisten ambulanten Eingriffen keine Utopie. Wir nennen dieses Konzept „Wellnaesthesie®". Wir ersetzen das traditionell hierarchische Arzt - Patientenverhältnis durch ein partnerschaftliches.
Ein ausführliches Aufklärungsgespräch, in dem der Patient auch die Gelegenheit hat Ängste und Wünsche zu äußern, die auch wenn irgendwie möglich berücksichtigt werden, sind Grundlage des Konzepts.
SEDOANALGESIE
Die Sedoanalgesie stellt die bevorzugte Anaesthesieform (Anaesthesie = Überbegriff für Schmerzausschaltung bei Operationen wie z. B. Narkose und örtliche Betäubung) in den Ordinationen Dres. Sandhafer dar.
Die Sedoanalgesie kombiniert die Verfahren der örtlichen Betäubung zur Schmerzausschaltung mit Medikamenten, welche die Psyche beeinflussen ( in der Regel in die Vene verabreicht ).
In einem Dämmerschlaf sind die Patienten entspannt und ohne Zeitgefühl. Etwa 99 % aller Patienten bezeichnen diesen Zustand als angenehm.
Vorteile der SA:
Die SA ist für die meisten ambulanten Eingriffe sehr gut geeignet. Die Patienten sind nicht bewusstlos und können daher „mitarbeiten". Das ist bei Eingriffen bei denen die Mimik erhalten bleiben soll (Facelift), oder wenn während der Operation die Position des Patienten öfters geändert werden muss, (Fettabsaugung) von großem Vorteil.
Typische unerwünschte Nebenwirkungen der Vollnarkose wie Übelkeit und Erbrechen sind äußerst selten, Müdigkeit und Schwindel weniger stark und nicht so lange anhaltend.
Die SA kann nicht durchgeführt werden bei einer Allergie (Überempfindlichkeit) gegen eines der angewendeten Medikamente. Selbstverständlich gelten auch bei der SA alle Einschränkungen für ambulante Operationen (schwere Grunderkrankungen, keine Möglichkeit einer Hilfe daheim etc).
Was ist für eine SA zu beachten:
Die verwendeten Mittel sind hochwirksam, daher gelten ähnliche Vorsichtsmaßnahmen wie bei einer Vollnarkose. Vor einem Eingriff fünf Stunden nichts essen, aber ausreichend trinken. Den Arzt unbedingt über Infekte oder Vorerkrankungen informieren. Bei älteren Patienten und schweren Vor- oder Begleiterkrankungen ist eine entsprechende Voruntersuchung sinnvoll oder notwendig (fragen Sie Ihren Arzt!). Am Operationstag sollten Sie ruhen (kein Fahrzeug lenken, keine wichtigen Tätigkeiten)