Effektives nicht-operatives Bodycontouring mittels Kombination aus Kryolipolyse, Injektionslipolyse und Stoßwelle

Die histologische Gewebereaktion nach Kryolipolysetherapie wurde verwendet, um tatsächlich wirksame Geräte, die auf dem Markt angeboten werden, zu selektieren. Danach wurde die Gewebereaktion nach einer Kombinationstherapie (Kryolipolyse, Injektionslipolyse, Stoßwelle) ebenfalls histologisch untersucht. In Einklang mit deutlich verbesserten klinischen Ergebnissen ist diese Kombinationsbehandlung für die alltägliche Praxisroutine sehr empfehlswert.

Planung der Kryolipolysetherapie am Unterbauch der Patientin 14 Tage vor Durchführung der Avelar-Technik
Planung der Kombinationsbehandlung Kryolipoyse, Injektionslipolyse und Stoßwelle 14 Tage vor Durchführung der Fettschürzenresektion.

Die Kryolipolyse hat sich in den letzten Jahren als sehr effektive Behandlungstechnik der nicht-operativen Körperformung herausgestellt. Seit der Erstpräsentation durch Dieter Manstein ist die Apoptose als der Mechanismus der Fettzellreduktion bekannt. Dies wurde durch histologische Befunde bewiesen [1]. Aus diesen Studien geht hervor, dass nach circa 14 Tagen die Schädigung an den Adipozyten und die verbundene Abräumreaktion histologisch am besten zu objektivieren sind. In den letzten Jahren wurden viele Geräte auf dem Markt zugelassen, ohne den histologischen Effekt der Geräte zu zeigen. In mehreren Voruntersuchungen haben wir die Effektivität mehrer Geräte histologisch und klinisch analysiert. Danach wurden die Kombinationsmöglichkeiten der Kryolipolyse mit Injektionslipolyse und radiärer Stoßwelle untersucht.

Patienten und Methodik

Es wurden insgesamt 6 Patientinnen mit einer so genannten Fettschürze 14 Tage vor einer geplanten Abdominoplastik nach Avelar mittels verschiedener Kryolipolysegeräte behandelt. Bei den ersten 3 Patienten wurden insgesamt 6 Kryolipolysegeräte angewandt und nach Resektion der behandelten Fettschürze histologische Untersuchungen durchgeführt. Die histologischen Präparate wurden von 2 unabhängigen Pathologen aufgearbeitet und die Schädigung der Adipozyten und die Abräumreaktion bewertet (0 bis +++).

2016 wurden weitere 3 Patienten mit Fettschürze mit 2 Kryolipolysegeräten alleine und in Kombination mit Injektionslipolyse (Coumpound Netzwerk, Verdünnung 50% NWL1 / 50% NWL 2; 10-20 ml je nach Größe des Behandlungsareals) oder/und radiärer Stoßwelle (Fa. Zimmer MedizinSysteme, Neu-Ulm) behandelt. Die radiäre Stoßwelle (Z Wave pro) wurde mit 16 Hz und 120 mJ appliziert. Insgesamt wurden 22 Patienten mit dieser Methode im Abdomenbereich behandelt, wobei etwaige saisonale Schwankungen in der Fettverteilung mittels Tanitawaage kontrolliert wurden. Zudem wurden Bauchumfangsmessungen und Schichtdickenmessung des Abdomens mittel Duplexsonographie vor und 3 Monate nach der Behandlung durchgeführt. Zudem wurde bei diesen Patienten nach 2 und 4 Wochen eine weitere lokale Stoßwellenbehandlung zur Optimierung des lymphatischen Abräumungsprozesses des geschädigten Gewebes angewendet.

Technik der Injektionslipolyse nach vorheriger Kryolipolyse und Darstellung der Verteilung des Compounds (Netzwerk) mittels Duplex-Sonographie unmittelbar nach der Injektion.
Diffuse Verteilung des Compounds nach unmittelbarer radiärer Stoßwellenanwendung (Z Wave Pro, Fa. Zimmer MedizinSysteme).
vorher/nachher
vorher/nachher

Ergebnisse

1. Histologische Befunde
Bei den histologischen Untersuchungen der Gerätschaften 2015 waren nur das Originalpatent (Fa. Zeltiq, Coolsculpting) und ein 2. Gerät in einer Wirksamkeit von ++ hinsichtlich Zellschädigung und Abräumreaktion von 2 unabhängigen Pathologen befundet worden. Bei 4 anderen Geräten konnte kein wesentlicher histologischer Wirkungsnachweis erbracht werden. Bei den weiteren 3 Patienten (2016) wurden 2 Kryolipolysegeräte (Zeltiq sowie Z Lipo, Fa. Zimmer MedizinSysteme) alleine und in Kombination ohne und mit radiärer Stoßwelle untersucht. Das Gerät von Zeltiq alleine wurde wieder mit ++ bewertet. Das Gerät Z Lipo von Zimmer MedizinSysteme wurde in der alleinigen Wirkung +(+) von unabhängigen Histo-Pathologen bewertet. Die Kombination mit radiärer Stoßwelle und Injektionslipolyse zeigt in beiden Fällen eine maximale Wirkung (+++) hinsichtlich Apoptose und Phagoztose.

2. Klinische Ergebnisse
Bei Patienten mit stabilen Gewichtsverhältnissen waren hervorragende Ergebnisse zu erzielen, die einer operativen Behandlung (Liposuktion) nahe kamen (s. Abb. 5). Es wurden keine wesentlichen Nebenwirkungen bei den Patienten im Vergleich zur Monotherapie beobachtet [5]. Lediglich traten in 3 Fällen mäßig druckschmerzhafte Knötchenbildungen mit vorrübergehender Hyperpigmentierung im Injektionsbereich auf (s. Abb. 6). Diese waren nach 3-4 Monaten nicht mehr sichtbar. Die Patientenzufriedenheit wurde von 16 Patienten mit der Schulnote sehr gut, von 3 Patienten mit gut und von 3 weiteren Patienten mit ungenügend bewertet. Aufgrund der gleichzeitigen Impedanzanalyse war bei den unzufriedenen Patienten eine Gewichtszunahme über die Sommermonate mittels der Tannitawaage festzustellen.

Beim nicht-operativen Bodycontouring ist mit der Kryolipolyse eine neue Ära eingetreten, wobei die dadurch ausgelöste Apoptose (Kryolipolyse + Apoptose: CrApo) eine entscheidende Rolle spielt und sie von den anderen herkömmlichen Methoden in ihrer Wirksamkeit hervorhebt. Kombinationsversuche haben sich auch im Vorfeld schon bewährt [4,6,7,8]. Aufgrund der “europäischen Zulassungsschwäche“ kommen leider nur sehr wenige potente Geräte auf den Markt, so dass vor einem Kauf die Wirkung kritisch zu hinterfragen ist, was wir mit unseren histologischen Untersuchungen zeigen konnten. Nach der histologischen und klinischen Bewertung zuverlässiger Geräte hat nun die zusätzliche Kombination mit Injektionslipolyse und radiärer Stoßwellentherapie einen weiteren Fortschritt im nicht-operativen Bodycontouring erbracht, der aus unserer täglichen Praxis nicht mehr wegzudenken ist. Auch die zusätzliche Aktivierung des Lymphabtransportes durch die radiäre Stoßwellentherapie nimmt positven Einfluss auf das Endergebnis. 

Bei der Therapie ist zudem zu beachten, dass ein jahreszeitlich besseres Ansprechen in Kälteperioden zu berücksichtigen ist, zumal hier die zitterfreie Thermogenesis durch Aktivierung der beigen und braunen Adipozyten wirksam wird

Ihre Ansprechpersonen
Dr. Matthias Sandhofer
Dr. Martin Barsch

 

 

ALARMZEICHEN BAUCH

Das Bauchfett kann in seiner Ausprägung sowohl ästhetische, aber auch medizinische Probleme verursachen! Das Fett kann sich sowohl unter und ober dem Nabel als Speicherfett anlagern, genauso aber auch an den Hüften!
Medizinisch von Bedeutung ist besonders das viszerale Bauchfett, angelagerten den inneren Bauchorganen und am „Netz“.
Dieses Problemzonenfett führt zu Diabetes, Gefäßerkrankungen und Bluthochdruck!
Man spricht vom metabolischen Fett!

Eine genaue Fettanalyse macht man mit der sogenannten Impedanz-Messung (mit einer TANITA-Waage).

Nach Analyse des Fettstatus kann man nur kleine Problemzonen mit der CRYOLIPOLYSE

größere andere Zonen mit der LIPOSUCTION

Bäuche mit Fettschürzen mit der AVELAR-TECHNIK behandeln.

Es sind dies alles ambulante Eingriffe ohne Vollnarkose.

Außerdem kann man Diätprogramme mit dem genetischem Testverfahren METACHECK Video 1, Video 2, Video 3 durchführen!

www.bodycontouring.atwww.cryolipolyse.at