Die Schaumverödung

Das geschäumte Verödungsprodukt ist zehnmal wirksamer als das flüssige, daher kann man auch große Venen inaktivieren.

Seit mehreren Jahren wird mittels Angiographiekatheter versucht, die Stammvene und auch größere Venenabschnitte zu veröden. Diese Methode hat sich bei der Anwendung mit dem Mikroschaum als sehr effizient erwiesen, sodass es bei über 90 % zu Verschlüssen der Stammvenen kam. Einschlägige Literaturberichte über ein größeres Patientenkollektiv liegen bereits vor.

Die Methode hat sich als sehr schonend für die Patienten dargestellt, der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden. Im Anschluss an diese duplexgesteuerte Venenverödung mittels Angiographiekatheter ist eine Kompressionsbehandlung notwendig.

Auf Grund der langjährigen Nachbeobachtungen kann gesagt werden, dass sehr selten Majorkomplikationen wie Lungeninfarkt oder Thrombosen tiefer Venen vorkommen. Selten kommt es zum Auftreten von Verhärtungen, Schmerzen, oberflächlichen Venenent-zündungen, Blutergüssen und Pigmentierungen. Allgemeinsymptome wie Anaesthesie oder Sehstörungen wurden nicht festgestellt.

Die Schaumverödung der Stammvenen wird sehr häufig doch kombiniert mit einer Verödung der kleinen Gefäße und auch mit der sogenannten Miniphlebektomie (Entfernung von größeren Venen mittels Stichincision und Herausziehen mit Häkchen unter Tumeszenzlokalanaesthesie!). Auch hier sei auf das Risikoprofil und Nebenwirkungen hingewiesen wie sie oben beschrieben wurden. Ebenfalls ist hier eine Kompressionsbehandlung und eine postoperative Bestrumpfung notwendig, die sich je nach dem postoperativem Verlauf zwischen 1 und 3 Wochen erstreckt.

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